Deutscher Künstlerbund e.V.

 

 

 

21.10.2006
Symposium im Projektraum
»Sammlung | Archiv | Magazin«
Zum Abschluss des Projektes »40jahrevideokunst.de – was fehlt?« werden die Zugänglichkeit und Vermittlungsformate von Videokunst, der Paradigmenwechsel auf dem Kunstmarkt und die diskursbildende Instanz von Archiven diskutiert.

Wulf Herzogenrath: Kunsthalle Bremen, Initiator des Projekts 40jahrevideokunst.de

 

Sandra Thomas, Alexandra Wessels: Stiftung imai - inter media art institute, DĂĽsseldorf

 

Olaf StĂĽber: Galerie Olaf StĂĽber, Berlin

 

Mona Schieren: iMediathek, Hochschule fĂĽr KĂĽnste Bremen

 

Katja Albers, Kathrin Becker: Video-Forum im Neuen Berliner Kunstverein

 

Kathrin Busch, Frank Barth, Dirck Möllmann: Videoclub99, Hamburger Kunsthalle

 

Ivo Wessel: VideoArtBar, Berlin

 

Rotraut Pape, GĂ©rard Couty, Astrid Heibach, Mike Hentz, Heiko Daxl, Egon Bunne, Gusztáv HamĂłs, LászlĂł Beke: Infermental 

 

Egon Bunne/Llurex Video: VAMP, video art magazine production


 
Aus der Konstellation der Gäste ergeben sich verschiedene Perspektiven auf die Phänomene Sammlung, Archiv und Magazin. Katja Albers und Kathrin Becker kommen aus der Praxis einer institutionellen Videothek: Das Video-Forum im Neuen Berliner Kunstverein war das erste seiner Art in Deutschland.

 

Die Bedeutung der Zugänglichkeit von Online-Archiven für den Hochschulkontext erörtert Mona Schieren, die seit 2002 die iMediathek an der Hochschule der Bildenden Künste Bremen betreut.

 

Neue Vermittlungsstrategien im Museum entwickelt der Video Club 99, der von seinen GrĂĽndungsmitgliedern Frank Barth, Kathrin Busch und Dirck Möllmann vorgestellt wird. 

 

Sandra Wessels und Alexandra Thomas leiten die Stiftung imai – inter medium art institute in DĂĽsseldorf, die im November dieses Jahres eröffnet und erstmalig in Deutschland Sammlung, Restaurierung, Vertrieb und Vermittlung von Medienkunst bĂĽndelt. 

 

Da Wulf Herzogenrath nicht am Symposium teilnehmen kann, trafen wir uns spontan zu einem Video-Gespräch, das seine Präsenz zwar nicht ersetzt, aber einige Fragen anspricht, die wir innerhalb des Symposiums an ihn gestellt hätten.

 

Auch Anita Beckers hätte gern persönlich ihr Richtlinienpapier zum Handel mit Videokunst vorgestellt. Um die Diskussion voranzutreiben, hat sie es uns zur Publikation überlassen. Seit 2000 präsentiert sie in ihrer Frankfurter Galerie und auf internationalen Messen regelmäßig Videokunst.

 

Olaf StĂĽber, der als Galerist in Berlin seit 2003 mit Videokunst arbeitet und Ivo Wessel, Sammler und Softwareentwickler, der mit der VideoArtBar ein interaktives System zum Zugriff auf Video entwickelt hat, ĂĽbernehmen es, Anita Beckers zu vertreten. 

 

Infermental ist ein Video-Magazin, das 1981 aus einer gesellschaftspolitischen und kĂĽnstlerischen Notwendigkeit heraus entstand. Mit Rotraut Pape, GĂ©rard Couty, Astrid Heibach, Mike Hentz, Heiko Daxl, Egon Bunne, Gusztáv Hámos und LászlĂł Beke sprechen wir ĂĽber die Erfindung eines Formats und die aktuelle Situation seiner Archivierung im ZKM. Mit VAMP entwickelte Egon Bunne aus Infermental heraus ein Videomagazin fĂĽrs Fernsehen, das gerade 15 Jahre alt geworden ist und nach wie vor produziert wird.

 

Zur Veranstaltung erscheint eine Publikation mit den Abstracts der Vorträge und der Übersicht der Videos, die zum Projekt »40jahrevideokunst.de - was fehlt?« eingereicht wurden.