Deutscher Künstlerbund e.V.

 

Im Vordergrund: achtteilige Arbeit "I'm sitting in my room in front of the time" von Anne Berning

Im Hintergrund: Wandmalerei im Projektraum des Deutschen K├╝nstlerbundes von Renate Wolff, Printarbeit "Tana" von Ralf Peters sowie Leuchtkastenobjekt "double" von Pietro Sanguineti

 

Blick auf die Wandmalerei von Renate Wolff

Blick auf das Fundst├╝ck "Stehlampe" von Anselm Reyle, die Wandmalerei von Renate Wolff und die Fotoarbeiten von Martin Liebscher

Annette Hollywood: "aquarelle werden gern gekauft"  starring Regina Zirkowski

Anselm Reyle: "Stehlampe"
Pietro Sanguineti: "double"
 Stephan Jung
11.11.2001 bis 16.12.2001
Ausstellung im Projektraum
┬╗A1 - R11┬ź Georg Winter, Annette Hollywood, Renate Wolff, Anselm Reyle, Ralf Peters, Anne Berning, Stephan Jung, Pietro Sanguineti und Martin Liebscher
Mit der Ausstellung A1 ÔÇô R11 pr├Ąsentiert der Deutsche K├╝nstlerbund seine erste Gruppenausstellung im neuen Projektraum in der Rosenthaler Stra├če 11 in Berlin-Mitte.

Das Konzept von A1 ÔÇô R11 ist bewusst programmatischer Natur: Es werden k├╝nstlerische Arbeiten vorgestellt, die sich gleichsam durch ihre ┬╗doppelte Staatsb├╝rgerschaft┬ź auszeichnen. Kunst spielt sich hier immer auf mindestens zwei Ebenen ab, denn alle Arbeiten docken nicht nur an das Betriebssystem Kunst, sondern stets noch an eine weitere Lebenswelt an.

 

Der Stuttgarter K├╝nstler Georg Winter zeigt die Arbeit Augentrost aus seinem Werkkomplex Mediarelax, in der er spielerisch die wissenschaftlichen Aspekte der Rezeption mit ├Ąsthetischen Fragestellungen verkn├╝pft, ohne dass dabei eine eindeutige Zuordnung in eines der beiden Systeme vorgenommen werden kann.

 

Annette Hollywood dagegen bezieht sich mit ihren hier vorgestellten Videos auf die Welt des Fernsehens und seiner Klischees. Dazu hat Hollywood die fiktive Malerin Regina Zirkowski aus der Vorabendserie Marienhof mit einem Videoloop und einer Videoinstallation in den Kunstraum ├╝berf├╝hrt.

 

Renate Wolff nutzt den Freiraum zwischen Design und Kunst f├╝r ihr speziell f├╝r den Projektraum entwickeltes Leitsystem, dessen abstrakte Linienf├╝hrung nun die W├Ąnde des Raumes strukturiert.

 

Ebenfalls in dem Grenzbereich von Kunst, Lifestyle und Design verorten sich die in A1 ÔÇô R11 installierten, aus Fundst├╝cken gefertigten Lampen von Anselm Reyle.

 

Ralf Peters┬┤ digital konstruierte ┬╗Fotografien┬ź s├╝dl├Ąndischer Pseudowirklichkeiten wiederum siedeln sich gleichsam zwischen Tourismus, ├ästhetik und Architekturkritik an.

 

Anne Berning dagegen spielt mit ihren malerischen Halbreliefs einerseits zitierend auf Kunstgeschichte an, stellt diese dann aber in einen spannungsreichen Dialog mit aktuellen Produktionen.

 

Stephan Jung zeigt an der Au├čenfassade des Projektraumes eine Neonarbeit, die in Form und Inhalt an die Welt der Werbung ankn├╝pfend stolz behauptet: ┬╗Ich irrte nie.┬ź

 

Auch Pietro Sanguineti bezieht sich mit seinem Leuchtkasten auf die verhei├čungsvollen Versprechen der Reklame, liest diese aber mit Verweis auf die Pop- und Konzept-Art kritisch gegen.

 

Der aus Frankfurt nach Berlin gekommene Medienk├╝nstler Martin Liebscher schlie├člich zeigt im Projektraum ein gro├čformatiges Panoramafoto, dessen kalkuliert verwischte Unsch├Ąrfe fast schon poetisch diverse urbane Situationen kommentiert.