Deutscher Künstlerbund e.V.
20.10.2026
HAP-Grieshaber-Preis 2026 – ausgezeichnet wird eine herausragende künstlerische Position

Die VG Bild-Kunst vergibt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Künstlerbund den HAP-Grieshaber-Preis – den einzigen deutschen Kunstpreis von Künstler*innen für Künstler*innen. Mit 25.000 Euro zählt der Preis zu den höchstdotierten Kunstpreisen Deutschlands. Seit über 25 Jahren zeichnet er herausragende Positionen der zeitgenössischen bildenden Kunst aus.


Der Preis ist eng mit der VG Bild-Kunst und dem Deutschen Künstlerbund verbunden: HAP Grieshaber selbst gehörte 1950 zu den Neu-Gründungsmitgliedern des Deutschen Künstlerbundes und war über ein Jahrzehnt Mitglied in dessen Vorstand. Seit den 1970er Jahren hat er sich mit großem Engagement für die Urheberrechte bildender Künstler*innen eingesetzt. HAP Grieshaber war maßgeblich am Aufbau der VG Bild-Kunst beteiligt und Mitglied im Verwaltungsrat.


Die Jurierung übernahm bis 2025 die Stiftung Kunstfonds, der wir für die bisherige Zusammenarbeit sehr herzlich danken. Nun startet der HAP-Grieshaber-Preis mit neuem Konzept.


Der HAP-Grieshaber-Preis zeichnet ein außergewöhnliches künstlerisches Schaffen mit einer klaren und eigenständigen Haltung aus – ganz in der Tradition des Namensgebers HAP Grieshaber, der sich zeitlebens für die Freiheit der Kunst einsetzte.


Der Preis richtet sich bewusst an hauptberuflich freischaffende Künstler*innen, die nicht institutionell gebunden sind. Die Kandidat*innen kommen aus allen Bundesländern, um künstlerische Positionen auch jenseits der etablierten Zentren in den Fokus zu nehmen.


Der*Die Preisträger*in wird voraussichtlich Ende November 2026 bekannt gegeben. Die Ausstellung im Projektraum des Deutschen Künstlerbundes mit Preisvergabe eröffnet im Frühjahr 2027.


Mit dem Preisgeld verbunden ist eine Ausstellung im Projektraum des Deutschen Künstlerbundes in Berlin sowie ein öffentliches Vermittlungsformat. Der Preis ist zunächst für fünf Jahre 2026–2030) ausgelobt.



Zweistufiges Juryverfahren


Ausgewählt wird der*die Preisträger*in in einem zweistufigen, unabhängigen Verfahren, um eine transparente Juryarbeit zu gewährleisten.


I. Vorschlagsjury


– Vorschlagsjury-Pool


Die Gremienmitglieder aus der Berufsgruppe I (bildende Kunst) der Stiftung Kulturwerk der VG Bild-Kunst und angeschlossene Berufsverbände stellen einen Pool aus ca. 120 Personen zusammen. Die Künstler*innen dieses Pools sind nicht an die Verbände und Gremien gebunden und kommen aus allen 16 Bundesländern.


– Vorschlagsjury


Aus dem Vorschlagsjury-Pool werden per Zufallsverfahren 16 Personen entsprechend der Bundesländer ausgewählt.


Jedes Jurymitglied schlägt max. 2 Künstler*innen für den HAP-Grieshaber-Preis vor, sodass es max. 32 Kandidat*innen gibt. Alle müssen Mitglied der Berufsgruppe I der VG Bild-Kunst sein.


II. Auswahljury


– Auswahljury-Pool


Der Auswahljury-Pool besteht aus ca. 90 Personen und wird ebenfalls von den Gremienmitgliedern der Berufsgruppe I zusammengestellt. Aus diesem Pool werden die 5 Mitglieder der Auswahljury per Zufallsverfahren ausgewählt.


– Auswahljury


Die fünfköpfige, nicht-professoral besetzte Auswahljury besteht aus freischaffenden Künstler*innen, die selbst keine Position in den Gremien der VG Bild-Kunst haben. Mitglieder der jeweiligen Vorstände oder Gremien sind ausgeschlossen.


Die Auswahljury sichtet die Bewerbungen und wählt den*die Preisträger*in aus.


In die Vorschlagsjury kann man mehrfach gelost werden, aber nur einmal Mitglied der Auswahljury sein. Bei beiden Zufallsverfahren wird eine möglichst ausgewogene Verteilung der Geschlechter angestrebt.



Eingeladene Vorschlagsjury 2026

  • Nevin Aladag
  • Thomas Bratzke
  • Anne Duc Hee Jordan
  • Susanne Gabler
  • Stella Geppert
  • Angela Glajcar
  • Martin Hesselmeier
  • Sofia Hultén
  • Martina Klein
  • Betina Kuntzsch
  • Kuo-Wie Lin
  • Axel Loytved
  • Corinna Schnitt
  • Hito Steyerl
  • Georg Winter
  • Sofi Zezmer

Fünfköpfige Auswahljury 2026

  • Fritz Balthaus
  • Alexandra Deutsch
  • Thomas Eller
  • Saeed Foroghi
  • Ngozi Ajah Schommers (HAP-Grieshaber-Preisträgerin 2024)


Die VG Bild-Kunst mit Hauptsitz in Bonn und einer Hauptstadtrepräsentanz in Berlin vertritt als einzige deutsche Bild-Verwertungsgesellschaft die Urheberrechte von mehr als 70.000 Bildurheber*innen aus Deutschland und weiteren 260.000 Urheber*innen von Schwestergesellschaften auf der ganzen Welt. Sie sorgt für Kreative aus den Bereichen bildende Kunst, Fotografie/Illustration/Design und Film für eine angemessene Vergütung von Werknutzungen. Allein mehr als 17.000 bildende Künstler*innen haben die VG Bild-Kunst mit der Verteidigung ihrer Reproduktionsrechte beauftragt. Neben der kollektiven Rechtewahrnehmung fördert die VG Bild-Kunst über ihre Stiftung Kulturwerk kontinuierlich kulturelle Projekte.


Der Deutsche Künstlerbund e.V. mit Sitz in Berlin ist eine der ältesten überregionalen Vereinigungen von bildenden Künstler*innen im deutschsprachigen Raum. Seit 1903 setzt sich der Bund aktiv für die Freiheit der Kunst und verbesserte Rahmenbedingungen für Kunstschaffende ein. Neben politischer Interessenvertretung realisiert der Verband Ausstellungen und engagiert sich maßgeblich bei hochkarätigen Kunstpreisen.




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