Weber, Heike
lebt in Köln
weitere am Projekt beteiligte Künstlerinnen und Künstler:
Eul, Walter
metropolis, 2024
keramischer Hinterglasdruck, Folierung und Airbrush von Glasmalerei Peters
1148 qm
Malerei / Glaskunst
Wettbewerb
Art: Begrenzt-offener Wettbewerb - Einladungsverfahren, Einstufig
Jahr: 2018
Auslober | Institution: Bundesstadt Bonn Stadtplanungsamt
Preisrichter:
Stephan Berg - Kunstmuseum Bonn
Susanne Titz - Museum Mönchengladbach
Rein Wolfs - Bundeskunsthalle
Ashok Sridharan - Oberbürgermeister
realisiert: ja
Standort
Zugänge zur U-Bahn Bonn HBF
Verkehrsbau / Bahnhof / Flughafen
Poststraße, Bahnhofstraße und Thomas-Mann-Straße
53111 Bonn
Nordrhein-Westfalen
Bauherr: Stadt
Architektur: Schwitze und Partner
Aufstellung: Fassaden der U-Bahnzugänge
Beschreibung:
Die relativ engen Abgänge zu den U-Bahn Linien am Bonner HBF haben wir optisch und illusionistisch erweitert.
Das »Bonner Loch« wird zur Kathedrale – zum Erlebnisraum im Alltag.
U-Bahn Abgänge sind Orte, welche zweckgebunden möglichst schnell auf dem Weg von A nach B durchschritten werden – keine Orte für Reflexion – funktional von zeitlicher Fremdbestimmung geprägt. Diese Zugänge werden sinnlich und positiv aufgeladen. In Anlehnung an die barocke Historie Bonns beziehen wir uns auf die Deckenmalerei jener Epoche, welche den gebauten Raum optisch entgrenzt und öffnet. Surreal konstruierte Räume überlagern die gewohnte Raumerfahrung – der reale, unterirdische Zugang wird virtuell ins scheinbar Unendliche weiter gebaut. Den physischen Raum führen wir perspektivisch in die Weite. Die konstruierten Treppen schließen exakt an die Realen an und sind Teil einer großen, offenen Architektur.
Die überirdischen Abgänge, die das Entrée zur Stadt bilden, stimmen atmosphärisch auf die Wandarbeiten zu den Gleisabgängen ein. Gleichzeitig spiegeln sie die reale Umgebung der Bahnhofsabgänge aquarellartig wider.
Fotomotive der näheren Bahnhofsumgebung tauchen als Texturen in gespiegelter Form auf. Sie überlagern oder lösen sich mosaikartig in einem abstrakten Farbklang auf, der auch bei häufigerer Benutzung und näherer Betrachtung zum Entdecken einlädt.
Es entsteht ein erzählerischer Bezug zur oberirdischen Situation – die Metropole wird unter der Erde grenzenlos weiter gebaut. Sichtbares und Unsichtbares, Oben und Unten verbinden sich zu einem Ganzen. Das Trennende zwischen Metro und Polis wird in Analogie zu Fritz Langs Film »Metropolis« aufgehoben.