Die Künstlerförderung des Deutschen Künstlerbundes
»Wenn die Kunst kräftig gedeihen soll, braucht sie Halt und Förderung«, so schrieb Harry Graf Kessler 1903 anläßlich der Gründung des Deutschen Künstlerbundes in Weimar. Zu den wichtigten Zielen des Künstlerbundes zählt denn auch die Unterstützung und Förderung gerade der jüngeren Künstler und ihrer Werke.
Glenfiddich Förderpreis für junge Kunst
Im Jahr 2002 wurde von der Firma Glenfiddich und dem Deutschen Künstlerbund der »Glenfiddich Förderpreis für junge Kunst« vergeben. Als Preisträgerin wurde die junge Berliner Künstlerin Isa Melsheimer von einer Jury des Deutschen Künstlerbundes aus 22 vorgeschlagenen Künstlerinnen und Künstlern ausgewählt. Der Preis war mit 5.000 Euro dotiert und mit einer Ausstellung im Projektraum Rosenthaler 11 des Deutschen Künstlerbundes verbunden.
2002 Isa Melsheimer, Berlin
Deutscher Künstlerbundpreis der Sparkasse
Im Jahr 1990 entstanden aus der Stiftung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes zwei Kunstpreise, die bis 1999 von einer jährlich wechselnden Jury vergeben wurden. Der Preis war eine mit 30.000 DM dotierte Förderung und wurde als einmalige Zahlung an einen jüngeren Teilnehmer der Ausstellung vergeben. Der Förderpreis wurde verliehen an:
1999 Jürgen Drescher
1998 Tyyne Claudia Pollmann, Berlin
1997 Martin Dörbaum, Berlin
1996 Suse Wiegand, Düsseldorf
1995 Jörg Sasse, Düsseldorf
1994 Hermann Pitz, Düsseldorf
1993 Tilo Schulz, Leipzig
1992 Andrea Ostermeyer, Hannover
1991 Friedhelm Falke, Hannover
1990 Bernhard Garbert, Berlin
Harry Graf Kessler-Preis
Mit diesem Ehrenpreis wurde das Gesamtoeuvre eines namhaften älteren Künstlers gewürdigt. Als Symbol für die Auszeichnung wird eine Kugel aus Halbedelstein mit gravierter Goldplatte überreicht, gestaltet von der Hamburger Goldschmiedin Gerda Stelzer. Mit dem Ehrenpreis wurden ausgezeichnet:
2000 Fritz Schwegler, Breech
1998 Anton Stankowski, Stuttgart
1997 Reiner Ruthenbeck, Ratingen
1996 Rune Mields, Köln
1995 Erwin Heerich, Meerbusch
1994 Rupprecht Geiger, München
1993 Ernst Hermanns, Gauting bei München
1992 Carlfriedrich Claus, Annaberg-Buchholz
1991 Emil Schumacher, Hagen
1990 Rolf Szymanski, Berlin
Kunstpreis des Deutschen Künstlerbundes
1988 konnte mit dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband wieder ein Stifter für einen Kunstpreis des Deutschen Künstlerbundes gewonnen werden. Der Preis, dotiert mit 30.000 DM, wurde zu gleichen Teilen verliehen an:
1989 Heinz Breloh, Düsseldorf und Beate Terfloth, Berlin
1988 Fred Thieler, Berlin und Hartmut Neumann, Köln
Darüber hinaus stiftete die Landesgirokasse Stuttgart 1988 zwei mit 10.000 DM dotierte Sonderpreise, die dem Künstlerduo Klaus Geldmacher/Edmund Kieselbach, Düsseldorf, und dem Künstler Hans-Jürgen Breuste, Hannover, zuerkannt wurden.
Marianne und Hansfried Defet-Preis
Bereits 1981 wurde für die Ausstellungen des Deutschen Künstlerbundes der »Marianne und Hansfried Defet-Preis« von dem gleichnamigen Ehepaar aus Nürnberg gestiftet. Dieser Preis war mit 10.000 DM dotiert und wurde anlässlich der Jahresausstellungen des Deutschen Künstlerbundes vornehmlich an jüngere Künstler für eine künstlerische Gesamtleistung vergeben. Die Preisträger waren:
1985 Timm Ulrichs, Hannover
1984 Gisela Walther, München
1983 Hiromi Akiyama, Karlsruhe
1982 Johannes Brus, Essen
1981 Albrecht von Hancke, Karlsruhe