25.11.2006
Symposium Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
Professionalisierung oder Liebhaberei? Vortrag, Podium, Diskussion
Profi sein heißt heute, alles Notwendige zu wissen und zu können, die eigene »Produktion« erfolgreich zu vermarkten: Professionalisierungsangebote an KünstlerInnen gehen ganz selbstverständlich davon aus, dass künstlerischer Erfolg gleichbedeutend sei mit der Umwandlung der Ware Kunst in schwarze Zahlen auf dem Kontoauszug. Dementsprechend konzentrieren sie sich auf die Vermittlung von Fähigkeiten, die eine erfolgreiche Selbstvermarktung auf dem Handelsplatz Kunstmarkt sicherstellen sollen.
Womöglich ist aber die Kehrseite der Professionalität viel attraktiver? Bietet nicht die Liebhaberei die größeren Chancen, künstlerische Interessen eigensinnig zu formulieren und ins Werk zu setzen? Und das schon allein deshalb, weil Profis für ein künstlerisches Tätigsein, das auch in gesellschaftliche Gestaltungsprozesse eingreifen will, schon lange keine Zeit mehr haben? Oder muss man beide Modelle gar nicht gegeneinander ausspielen, weil sie für das Projekt »KünstlerIn« ohnehin unbrauchbar sind?
Begrüßung
Prof. Dr. Ludger Hünnekens, Rektor der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
Frank Michael Zeidler, Künstler, Berlin, Erster Vorsitzender des Deutschen Künstlerbundes
Einführung
Andrea Knobloch, Künstlerin, Düsseldorf
Vortrag
Armin Chodzinski, Künstler, Hamburg
Podium
Dr. Ralf Christofori, Kunstkritiker, Stuttgart
Elke aus dem Moore, Künstlerische Leiterin Künstlerhaus Stuttgart
Petra von Olschowski, Geschäftsführerin Kunststiftung Baden-Württemberg, Stuttgart
Michael Sturm, Galerie Michael Sturm, Stuttgart
Moderation
Leonie Baumann, Vorsitzende Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine, Berlin