09.11.2013 
Symposium

Mash-Up-Arts? Über das geistige Eigentum in der Kunst im Zeitalter seiner technischen Produzierbarkeit.

Ein Symposium des Deutschen Künstlerbundes in Kooperationmit der VG Bild-Kunst und der Berlinischen Galerie

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In der heutigen, medial dominierten Welt bestimmt das Urheberrecht die künstlerische Praxis mehr denn je und mündet in ein Paradox: Einerseits findet die Frage nach geistiger und kreativer Beweglichkeit − im Gegensatz zu Eigentumsansprüchen an ideellem Eigentum – im Produzieren von zeitgenössischer Kunst ihren Widerhall. Andererseits ist auch Kunst, welche die Ökonomisierung und Instrumentalisierung von künstlerischer Produktion und Reproduktion thematisiert, darauf angewiesen, als Werk identifizierbar zu sein. Nicht zuletzt hängt daran die Existenzgrundlage künstlerischen Arbeitens.

 

Schützt das Urheberrecht geistiges Eigentum und ermöglicht erst finanzielle Bestätigung, so schränkt es zugleich künstlerische Interaktionen in Form von (Wieder-)Aneignung und Auseinandersetzung mit anderen Werken empfindlich ein. Bedeutet die stringente Abgrenzung im Urheberrecht Schutz und Einkommenssicherung für die Kreativen oder Isolation und Stillstand im Dialog einer modernen Gesellschaft? Isolieren wir uns mehr und mehr gegenüber dem Anderen? Kann fruchtbarer Kunst-Dialog noch stattfinden? Oder ist der Künstler/Urheber heute eher ein aktiver Beitragender in einem ästhetisch-kritischen Gemeinsinn? Sind Werke heute abgeschlossene oder offene, weil digitale Systeme?

 

Diesen Fragen will der Deutsche Künstlerbund auf seinem diesjährigen Symposium in Berlin in der Berlinischen Galerie nachgehen.

 

Programm

 

11:00  Uhr 

Grußwort 

Dr. Robert Knappe | Verwaltungsdirektor Berlinische Galerie Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur

 

11:15 Uhr

Begrüßung

Frank Michael Zeidler | Erster Vorsitzender des Deutschen Künstlerbundes

 

11:30 Uhr

»Künstler, Künstlerverbände und Bild-Kunst im politischen Diskurs der aktuellen Urheberrechtsdebatte«

Dr. Urban Pappi | Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der VG Bild-Kunst, Bonn

 

11:45 Uhr

»Urheberpflicht? Zur Kritik ästhetischer Anerkennungspraktiken«

Dr. Heidi Salaverría | Philosophin, Hamburg

 

12:15 Uhr

»Urheberrecht in der musealen Praxis«

Dr. Robert Knappe | Verwaltungsdirektor Berlinische Galerie Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur

 

12:45 Uhr    

Mittagspause

 

13:30 Uhr

»Wer hat Angst vor dem Urheberrecht?«

Prof. Dr. Gerhard Pfennig | Rechtsanwalt, Bonn

 

14:00 Uhr

Statement

Franz Ackermann | Künstler, Berlin / Karlsruhe

 

14:20 Uhr

Statement

Annett Zinsmeister | Künstlerin, Berlin

 

14:40 Uhr

Statement (in englischer Sprache)

Simon Denny | Künstler, Berlin

 

15:00 Uhr

Statement

Timm Ulrichs | Künstler, Hannover

 

15:20 Uhr

»Aneignungsverfahren und Aneignungsrechte - zum Werk von Elaine Sturtevant«

Prof. Dr. Viola Vahrson | Institut für Bildende Kunst und Kunstwissenschaft, Universität Hildesheim

 

15:50 Uhr     

Diskussion

 

Ein Veranstaltung des Deutschen Künstlerbundes in Kooperation mit der VG Bild-Kunst
und der Berlinischen Galerie

 

Veranstaltungsort:

Berlinische Galerie
Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
Alte Jakobstraße 124-128
10969 Berlin
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