24.11.2016

 

Neu gewählt – der Vorstand des Deutschen Künstlerbundes!

 

Die Mitgliederversammlung des Deutschen Künstlerbundes e.V. hat am 19. November 2016 im Kunstmuseum Bochum turnusmäßig einen neuen Vorstand gewählt.

Erstmals wurde der Vorstand unter der Maßgabe der im Sommer 2016 reformierten Satzung des Deutschen Künstlerbundes gewählt: Flache Hierarchien, Öffnung der Handlungsräume und Partizipation sind Leitgedanken dieser neuen Struktur. Gewählt werden mindestens fünf Vertreterinnen und Vertreter aus den Reihen der Mitgliedschaft. Neu ist, dass der Vorstand im Binnenverhältnis gleichgestellt ist und nach außen durch zwei Sprecherinnen/Sprecher vertreten wird. Diese zwei Sprecherinnen/Sprecher werden auf der konstituierenden Sitzung vom Vorstand aus den eigenen Reihen gewählt.
Die Mitgliederversammlung entschied sich für die Wahl von sieben Vorstandsmitgliedern.
In den Vorstand berufen wurden:

Rainer Eisch, Düsseldorf
Susanne Hegmann, Münster
annette hollywood, Berlin
Annebarbe Kau, Köln
Michael Kress, Hamburg
Stefan Krüskemper, Berlin
Katja von Puttkamer, Ingelheim am Rhein

Aus dem vorherigen Vorstand wiedergewählt wurden Annebarbe Kau und Michael Kress. Erneut wird annette hollywood im Vorstand aktiv sein. Bereits aus den unterschiedlichen Gremien und durch Aktivitäten im Künstlerbund bekannt, werden Rainer Eisch, Susanne Hegmann, Stefan Krüskemper und Katja von Puttkamer neue Akzente in die Arbeit des Vorstandes bringen.

Eine ganz besondere Würdigung galt dem langjährigen Ersten Vorsitzenden des Deutschen Künstlerbundes – Frank Michael Zeidler. Als eine Geste dieser Anerkennung wurde Frank Michael Zeidler von der Mitgliedschaft der Titel des Ehrenvorsitzenden verliehen.

Die Jahresversammlung des Deutschen Künstlerbundes fand am vergangenen Wochenende, begleitet von einem Vortrag des Künstlers Christian Jankowski in Kooperation mit dem Kunstmuseum Bochum, einem Salon DKB in den KunstHallen Rottstr5 und einem Besuch in der »Situation Kunst«, statt.

Dank gilt der Geschäftsstelle, Katja Hesch und Birgit Emke, für die Ausrichtung der Jahresversammlung; Andrea Knobloch, die die Veranstaltungen an diesem Wochenende erdacht und begleitet hat, sowie dem Organisations-Team aus Bochum, Jochem Ahmann und Uwe Siemens.

Der neu gewählte Vorstand dankt darüber hinaus für das entgegengebrachte Vertrauen und freut sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit im Sinne einer Interessenvertretung der Künstlerinnen und Künstler in Zeiten besonderer sozialer, kultureller und politischer Gegebenheiten.

 

Rainer Eisch, Susanne Hegmann, annette hollywood, Annebarbe Kau, Michael Kress, Stefan Krüskemper, Katja von Puttkamer

 

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12.09.2016

Gesetz ist Gesetz.

Die Künstlersozialkasse ist nicht verhandelbar.

 

Wieder einmal ist die Künstlersozialkasse (KSK) in das Schussfeld der Unternehmen geraten, welche damit argumentieren, der Verwaltungsaufwand sei zu hoch und nötigenfalls müsse man die KSK ganz abschaffen. Jeder Unternehmer ist bestrebt, seine ständigen Ausgaben zu minimieren, Profit ist die Marschrichtung, welche angestrebt wird und ein sozialer oder gar Kultur unterstützender Gedanke fällt offenbar nicht in die allgemeine Unternehmenskultur. Dass es in unserem Lande Beispiele von künstlerfreundlichen Unternehmen gibt, soll nicht angezweifelt werden, doch die jährlichen Attacken auf die KSK sind mittlerweile schon zur lästigen Gewohnheit und damit auch zu einer ständigen Bedrohung der Kreativen unseres Landes geworden.

 

Künstlerische Leistungen, für die von Arbeitgebern KSK Abgaben bezahlt werden müssen, werden heute oftmals von ehemaligen Angestellten der betroffenen Firmen geleitstet, die als freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Scheinselbstständigkeit entlassen wurden. Dass die gesetzlich vorgeschriebene KSK Abgabe in Höhe von zurzeit 4,8 % nur noch einen Bruchteil der Sozialleistungen von Festangestellten entspricht, wird nur zu gerne übersehen. Eine Gesellschaft, die den Wert der Künstlerinnen und Künstler, die Arbeitsleistung der Kreativen nicht achten und unterstützen möchte, muss sich fragen lassen, mit welchem Recht sie auf eine Kulturnation stolz sein will.

 

Der jetzt ausgebrochene Streit verhärtet sich nur deshalb, weil die Deutsche Rentenversicherung seit 2015 im Zusammenhang mit Betriebsprüfungen nun häufiger Unternehmen überprüft und »Schwarze Schafe« herauspickt, die sich jahrzehntelang vor ihren gesetzlich verankerten Abgabepflichten gedrückt haben. Aber: Je mehr Unternehmen sich unbeobachtet ihren Verpflichtungen über längere Zeiträume hinweg entziehen konnten, desto höher steigt einerseits der Abgabesatz für die Unternehmen, die ihrer Verpflichtung nachkommen, andererseits entstehen hohe Deckungslücken in der Versicherung. Auch darf nicht vergessen werden, dass auch die Versicherten in aller Schärfe kontrolliert und notfalls sanktioniert werden.

 

Die im Bundestag vertretenen Parteien haben gerade in der letzten Legislaturperiode durch die Kulturstaatsministerin Monika Grütters und die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Andrea Nahles mit Nachdruck auf die Richtigkeit und die Sinnhaftigkeit des Versicherungsmodelles KSK hingewiesen. Das uneingeschränkte »Ja« unserer Regierung zu den Kulturschaffenden sollte allen Kritikern zu denken geben, wiewohl es selbstverständlich sein sollte, einen Solidarbeitrag für unsere Kulturschaffenden zu bezahlen.

 

Es ist skandalös, dass die Deutsche Wirtschaft, welche stets großen Wert auf das kreative Potential all ihrer Unternehmungen legt, sich den sozialen Verpflichtungen gegenüber ihren »kreativen Mitarbeitern und Zulieferern« entledigen will. Wir können die Deutsche Wirtschaft nur dringend davor warnen, in kurzatmigen kalkulatorischen Gedankengängen die Tragweite der von ihr geforderten Abschaffung der KSK zu übersehen!

 

Frank Michael Zeidler
Erster Vorsitzender

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20.04.2016

 

An den
Intendanten des
Westdeutschen Rundfunks Köln
Herrn Tom Buhrow


Offener Brief zur geplanten Veräußerung von
Kunstwerken des WDR



Sehr geehrter Herr Buhrow,

alle Gründe gegen Ihr Vorhaben, 37 Werke aus der Kunstsammlung des WDR – einer     Anstalt des öffentlichen Rechts – am 21. und 22. Juni dieses Jahres durch das Londoner Auktionshaus Sotheby’s meistbietend versteigern zu lassen, sind Ihnen längst bekannt. Seitdem im Oktober des Jahres 2013 Ihre Absicht, den Haushalt Ihres Senders auch durch den Verkauf von Kunstwerken zu sanieren, zum ersten Mal öffentlich wurde, sind alle nur möglichen Gegengründe immer wieder aufgezeigt worden, allerdings ohne dass Sie von Ihrem Vorhaben Abstand genommen hätten.


Kulturstaatsministerin Monika Grütters bat schon damals, Ihr Vorgehen zu überdenken und »verantwortungsvoll mit den durch die Gebührenzahler erworbenen Kunstwerken umzugehen«. Auch der Internationale Kunstkritikerverband (AICA) protestierte. In einem an Sie gerichteten offenen Brief hieß es: »Der WDR hat als demokratisch orientierter Sender immer auch Werke der von den Nazis verfemten Künstler erworben und sich damit als deutsches Kulturinstitut demonstrativ hinter diese Künstler gestellt«. Wenn der Sender diesen Weg verlasse, schade das seinem Ruf.

Bisher halten Sie präzise Informationen über den Sammlungsbestand, der, wie man hört, 600 Werke umfassen soll, zurück. Ebenso wenig ist bekannt, welche Werke auf Ihrer Verkaufsliste stehen. Damit bleibt der Öffentlichkeit die Tragweite Ihrer Entscheidung verborgen und Sie entziehen die Sammlung einer kunsthistorischen Einordnung. Überlegungen, ausgewählte Werke / Werkgruppen zur sinnreichen Ergänzung vorhandener Bestände als Dauerleihgaben an Museen im Lande zu geben, müssen dadurch substanzlos bleiben. Was nicht weiter verwundert, denn es geht ja, wie eine Sprecherin Ihres Hauses kürzlich verlautbarte, ausschließlich »um den größtmöglichen Gewinn«.

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24.03.2016

 

Protest gegen den Gesetzesentwurf des Urhebervertragsrechts

 

Der Deutsche Künstlerbund schließt sich den Protesten der anderen Urheberverbände gegen den Gesetzesentwurf des Urhebervertragsrechts an.

 

Mit großem Erstaunen nimmt der Deutsche Künstlerbund den vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzesentwurf zum Urhebervertragsrecht zur Kenntnis. Die ursprünglich formulierte angemessene Vergütung für Urheberinnen und Urheber im Referentenentwurf aus dem Herbst 2015 scheint den Verantwortlichen in Politik und Regierung wenig wert zu sein und die viel gepriesene Kulturlandschaft Deutschland verliert mehr und mehr an Boden.

 

Als Vertretung von Künstlerinnen und Künstlern können wir eine grundsätzliche Benachteiligung der Urheberinnen und Urheber nicht hinnehmen, sondern appellieren an die Verantwortlichen in der Regierung und in den Fraktionen, sich nicht dem Diktat der Marktwirtschaft und deren Lobby zu beugen, sondern sich vielmehr schützend vor die Künstlerinnen und Künstler unseres Landes zu stellen.

 

Es ist an der Regierung, eine deutliche Positionierung für die Künstlerinnen und Künstler und damit für unseren kulturellen Beitrag einzunehmen und den Standort Deutschland als eine Kulturnation maßgeblich zu verteidigen.

 

Für den Vorstand des Deutschen Künstlerbundes
Frank Michael Zeidler
Erster Vorsitzender

 

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03.08.2015

 

Zum Schutz von Kulturgut in Deutschland

 

Eine gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Künstlerbundes und des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK)

 

Seit der Entwurf eines neuen Gesetzes zum Schutz von Kulturgut in Deutschland öffentlich wurde, tobt in den Medien ein Sturm der Entrüstung: Da wird ein heraufziehendes »massives Galeriesterben« beschworen, Künstlerinnen und Künstler sehen ihre »Existenz bedroht«, Befürchtungen werden laut, das Gesetz »könne zur totalen Kontrolle des Staates über den privaten Kunstbesitz führen«. Die Reaktionen sind vielfältig, oftmals eigennützig, manch berühmte Künstler lassen ihre bereits steuerbegünstigten Leihgaben aus Museen entfernen und deklarieren ihre Werke damit kurzerhand gar zu nationalem Kulturgut.

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03.07.2015

 

Das Museum Folkwang öffnet für jedermann seine Pforten mit freiem Eintritt.

Die Verantwortlichen in Essen haben damit eine von den Künstlervertretungen Internationale Gesellschaft der Bildenden Künste (IGBK), Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) und dem Deutschen Künstlerbund lange propagierte     Forderung nach freiem Zutritt in Galerien und Museen umgesetzt. Dies begrüßen wir nachdrücklich, und wir fordern alle staatlichen Institutionen, Ausstellungshäuser und Galerien auf, diesem Beispiel zu folgen. Wir verweisen auf die in England bereits seit langer Zeit umgesetzte Praxis des freien Eintrittes in kulturelle Einrichtungen, denn nur auf diesem Wege wird Kultur breit und umfassend vermittelt, und die öffentlichen Einrichtungen können damit ihrem staatlich geforderten Bildungsauftrag gerecht werden. Die vielerorts erhobenen, zum Teil horrenden Eintrittsgelder schaffen elitäre Bedingungen und grenzen eine Vielzahl unserer Bürgerinnen und Bürger von der Teilhabe an Kultur aus.

Die Künstlerverbände möchten sich auf diesem Wege bei den Verantwortlichen des     Museums Folkwang in Essen ausdrücklich bedanken, und wir wünschen dem Hause einen regen und kulturhungrigen Besucherstrom. Die unterzeichnenden Künstlerverbände fordern die öffentliche Hand auf, andere Museen in die Lage zu versetzen, diesem guten Beispiel folgen zu können.

Deutscher Künstlerbund
Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK)
Internationale Gesellschaft der Bildenden Künste (IGBK)

 

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21. Mai 2015

 

TAG DER KULTURELLEN VIELFALT

AKTIONSTAG GEGEN TTIP, CETA & CO.

 

Kulturelle Relevanz des TTIP

Rechtsanwalt Prof. Dr. Gerhard Pfennig, Bonn

 

Das Verhandlungsmandat der EU, im Oktober 2014 erstmals publiziert,
enthält ― frei übersetzt ― in Bezug auf die Kultur folgende Formulierungen:

 

  • Das Abkommen soll keine Bestimmungen enthalten, die Gefahr liefen, die sprachliche und kulturelle Identität und Vielfalt der Union oder ihrer Mitgliedsstaaten zu präjudizieren, und
  • Audiovisuelle Dienste werden aus dem Kapitel »Dienstleistungen« ausgenommen.

 
Die Frage ist, ob und in welchem Umfang die die Kultur und die audiovisuellen Dienste betreffenden Abschnitte dieses Verhandlungsmandats von der Kommission im Rahmen der Verhandlungen mit den USA in das Abkommen übernommen werden.

 

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15.01.2015

 

Wir protestieren gegen den Ausverkauf öffentlichen Kunstbesitzes!

 

Der Deutsche Künstlerbund wendet sich mit einem Offenen Brief an die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen Hannelore Kraft.

 

Wir protestieren damit nachdrücklich und unmissverständlich gegen die geplante vollständige Veräußerung der Kunstsammlung der abgewickelten Landesbank WestLB. Zahlreiche der mit Steuergeldern angekauften Kunstwerke befinden sich seit Jahren als Dauerleihgaben in den Museen und an öffentlichen Orten im Lande. Wir fordern ihren Erhalt für das Land und seine Bürgerinnen und Bürger.

 

Offener Brief  »

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20.03.2014

Forderung nach Umsetzung der Pauschalmargenbesteuerung für den Kunsthandel

 

Der Deutsche Künstlerbund hat neben dem Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler BBK an Gesprächen über das Thema Mehrwertsteuer teilgenommen, zu denen der vormalige Kulturstaatsminister Bernd Neumann bereits 2012 eingeladen hatte. Der Deutsche Künstlerbund hat sich dafür eingesetzt, dass deutsche Galerien und Kunsthändler nach dem Verlust des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes eine vergleichbare Vergünstigung erhalten.

Damit sollte auch die Gerechtigkeit zwischen Galerie-Verkäufen und Direktverkäufen von Künstlerinnen und Künstlern erhalten werden, da für Urheber die 7%ige Mehrwertsteuer weiterhin gilt.

Der Deutsche Künstlerbund setzt sich deshalb dafür ein, für den gewerblichen Kunsthandel die Anwendung der 30% Pauschalmargenbesteuerung nach französischem Vorbild bestmöglich zu gestalten. Dies sieht das seit 1. Januar 2014 geltende Steuerrecht auch vor. Es kann aber zur Zeit nicht rechtssicher in der Praxis umgesetzt werden, da die Finanzministerien der Länder eine galerienfreundliche Durchführungsverordnung verhindern.

Die daraus folgende Irritation aller Beteiligten stellt nicht nur eine große Rechtsunsicherheit, sondern auch eine nicht kalkulierbare Belastung des Verhältnisses von Künstlerinnen/Künstlern und ihren Galerien dar.

Wir fordern daher alle beteiligten Länder auf, dem Vorschlag der Beauftragten für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, zu folgen und die Auslegung des Gesetzes entsprechend großzügig gemäß dem französischen Vorbild umzusetzen. Dies würde auch dem Willen des Gesetzgebers und der expliziten Begründung der neuen Steuerregelung entsprechen.

Eine unnötige Belastung des Kunsthandels sowie aller in diesem Marktfeld Agierenden würde sich unweigerlich auch zum Nachteil der bildenden Künstlerinnen und Künstler auswirken. Dies kann und darf nicht die Absicht der Bundesländer sein. Denn zum Kulturstandort Deutschland trägt auch das produktive Verhältnis zu den Urhebern bei, das von Galerien in ihrer Vermittlungsarbeit für zeitgenössische bildende Kunst mit großem Engagement gepflegt wird.

 

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13.06.2013

Erneuter Angriff auf die Künstlersozialkasse

 

Der Deutsche Künstlerbund protestiert deutlich gegen die Entscheidung des Ausschusses für Kultur und Medien des Bundestages auf seiner 89. Sitzung, die Künstlersozialgesetzgebung in dieser Legislaturperiode nicht mehr anzupassen.

Hintergrund des »Gesetzes zur Neuorganisation der bundesunmittelbaren Unfallkassen, zur Änderung des Sozialgerichtsgesetzes und zur Änderung anderer Gesetze« ist eine verschärfte Kontrolle der abgabepflichtigen  Unternehmen zur Künstlersozialabgabepflicht, die nun von den Politikerinnen und Politikern abgelehnt wurde. 

Es kann nicht sein, dass die Versicherten in aller Schärfe kontrolliert werden und die Abgabepflichtigen sich nur leichten Kontrollen ausgesetzt sehen. Je mehr Unternehmen sich unbeobachtet ihren gesetzlich verankerten Künstlersozialabgaben über längere Zeiträume hinweg entziehen können, desto höher steigt einerseits der Abgabesatz für die Unternehmen, die ihrer Verpflichtung nachkommen, andererseits entstehen hohe Deckungslücken in der Versicherung.

Als Deutscher Künstlerbund, unter dessen Mitwirkung 1983 die Künstlersozialkasse installiert wurde, sehen wir den Deutschen Bundestag in der Pflicht, sich für den Erhalt wie die gerechte Finanzierung des Systems einzusetzen und für eine Einführung der Kontrollen noch in dieser Legislaturperiode zu sorgen.

 

Der Vorstand des
Deutschen Künstlerbundes

 

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02.05.2013

Haben und Brauchen – Offener Brief zur geplanten City Tax in Berlin

 

Am 20. April 2013 wurde ein Offener Brief an den Regierenden Bürgermeister von Berlin und Kultursenator Klaus Wowereit in der taz veröffentlicht, in dem Vertreter der Initiative »Haben und Brauchen« sowie 210 Erstunterzeichner zu der geplanten Einführung einer City Tax Stellung beziehen.

 

In diesem Offenen Brief wird die Neuausrichtung einer zukunftsfähigen Kulturpolitik, die die Wirklichkeit und gesellschaftliche Bedeutung der selbstorganisierten künstlerischen Praxis anerkennt, die Durchsetzung der Koalitionsvereinbarungen zur verstärkten Förderung der Freien Szene und die Verwendung der City Tax für die Freien Kulturschaffenden gefordert.

 

Seit der Veröffentlichung haben circa 1.500 weitere Personen diesen Brief mit unterzeichnet.

 

Der Vorstand des Deutschen Künstlerbundes unterstützt diese Forderungen und bittet seine Mitglieder ebenfalls um Unterstützung.

 

Der Offene Brief kann hier gelesen und unterzeichnet werden:

www.habenundbrauchen.kuenstler-petition.de

 

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01.05.2013 07:57 Uhr

Neubau des Stadtarchivs und der Kunst- u. Museumsbibliothek der Stadt Köln

 

In der gestrigen Sitzung (30.4.) des Kölner Stadtrates ist es zu keinem einmütigen Bekenntnis für die gemeinsame Unterbringung des Historischen Archivs der Stadt Köln und der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln am Standort Eifelwall gekommen. Daher wird die Petition mindestens bis zur nächsten Sitzung des Rates der Stadt Köln fortgeführt werden. Gleichzeitig wurde auch das Quorum der Petition erhöht.

https://www.openpetition.de/petition/blog/fuer-die-aufhebung-des-planungsstopps-fuer-den-neubau-des-historischen-archivs-der-stadt-koeln