Deutscher Künstlerbund e.V.
Eva Berendes, Loggia Painting, 2019
© Eva Berendes / VG Bild-Kunst, 2021

Mansour Ciss, AFRO, Hommage á Bisi Silva
© Mansour Ciss / VG Bild-Kunst, 2021

Stef Heidhues, Exit for Renegades
© Stef Heidhues / Galerie Eigen + Art / Foto: Uwe Walter, VG Bild-Kunst, 2021

Schirin Kretschmann, Blank, 2020, Installationsansicht Kunstsäle Berlin
© Schirin Kretschmann / VG Bild-Kunst, 2021, Foto: Schirin Kretschmann
Justin Time, Toss it, Baby, Video, 2007
Videostill © Justin Time

16.04.2021 bis 07.05.2021
Ausstellung

Onboarding. Fünf neue Mitglieder des Deutschen Künstlerbundes
Konzipiert von María Linares und Albert Weis
Eva Berendes, Mansour Ciss, Stef Heidhues, Schirin Kretschmann, Justin Time

Besuch der Ausstellung
Die Ausstellung räumlich so konzipiert, dass sie tagsüber von außen gut einsehbar ist.
Leider ist der Besuch des Ausstellungsraumes gemäß dem neuen Infektionsschutzgesetz ab dem 24.04.2021 bis auf weiteres nicht möglich. Sobald wir die Ausstellung wieder öffnen dürfen, werden wir an dieser Stelle dazu informieren.

Eröffnung

Freitag, 16.04.2021, 12 - 20 Uhr

Der Begriff »Onboarding« steht in der Arbeitswelt für die Aufnahme und Einarbeitung neuer Mitarbeiter*innen in Teams. Das Onboarding ist eine Schlüsselsituation für alle Beteiligten: ein Prozess, in dem das Team dem oder der Neuen den Einstieg erleichtern soll und die Grundlage für ein gutes Miteinander in der Zukunft gelegt wird.

62 neue Mitglieder hat der Deutschen Künstlerbund in den letzten zwei Jahren aufgenommen. Dazu werden vorgeschlagene Künstler*innen einmal im Jahr von einem Mitgliedergremium des Deutschen Künstlerbundes ausgewählt. Die Ausstellung »Onboarding« stellt nun fünf dieser Künstler*innen mit ihren individuellen künstlerischen Arbeitsweisen vor ­­– stellvertretend für das künstlerische Spektrum des Künstlerbundes, das sich mit jedem neuen Mitglied erweitert und aktualisiert.

Eva Berendes verknüpft Bild und Objekt zu abstrakten Bildern im Raum. Methodisch erweitert und öffnet sie bildnerische Formate. Ihre meist dreidimensionalen Anordnungen von Linien, Flächen, Farbe und Material – und so auch ihre neuen mosaikartigen Reliefarbeiten ­­­­– vexieren zwischen formaler Strenge und spielerischer Leichtigkeit.

Mansour Ciss stellt großformatige Scheine des AFRO aus – eine imaginäre afrikanische Währung und ein utopisches Konzept, mit dem der Künstler auf das anhaltende kolonialistische Verhältnis zwischen Afrika und Europa hinweist und die Möglichkeit eines politisch starken und unabhängigen Afrika vor Augen ruft.

Ausgangspunkte für Stef Heidhues Installationen und Wandobjekte sind Dynamiken und Handlungen in sozialen und öffentlichen Räumen. Diese transferiert sie subtil in entfernt an Alltagsobjekte erinnernde, räumliche Arbeiten.

Mit ihrer streng geometrischen Form und verletzlichen Oberfläche ist die Bodenarbeit Blank von Schirin Kretschmann eine direkte Reaktion auf die Oberflächen und Dimensionen des Ausstellungsraumes. Im Verlauf der Ausstellung speichert die gesiebte Fläche Handlungen und Dinge, die sich scheinbar unbeobachtet Tag und Nacht im Raum bewegen, wie ein Detektor der vergehenden Zeit. 

Justin Time zeigt das Video Toss it, Baby, eine Female-zu-Female-Performance, wie der Künstler es selbst beschreibt, in dem medialisierte Zwänge zu Schönheit und Frohsinn thematisiert werden. Die harmlose Geste des Haarschüttelns entpuppt sich durch die Wiederholung als wahnsinnig und erbarmungslos.

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